Absage Gruppenstunden

ABSAGE ALLER GRUPPENSTUNDEN BIS 11.04.2020

Liebe Teilnehmer und Teilnehmerinnen unserer Gruppenstunden, liebe Eltern,

um es direkt vorweg zu sagen:

In unserer Region, also dem Kreis Südwestpfalz und den Städten Pirmasens und Zweibrücken, ist bisher (Stand 11.03., 12:05 Uhr) noch keine Infektion mit SARS-CoV-2 aus der Familie der Corona-Viren bekannt geworden. Selbst mit Blick auf landesweite Zahlen ist die Situation derzeit noch weit davon entfernt, in irgendeiner Form kritisch zu sein. Hinzu kommt, dass COVID-19 als Erkrankung meist mild verläuft, wenn es auch, abhängig von verschiedenen Faktoren wie z.B. Vorerkrankungen, einen Anteil an schweren Verläufen gibt.

Die Lage ist also, regional betrachtet, derzeit noch ruhig und nicht Besorgnis erregend; wir würden in dieser Situation auch als Jugendverein eigentlich noch nicht reagieren. Gründe, den notwendigen Abläufen im Leben (wie z.B. die Schule zu besuchen oder die Arbeit aufzusuchen) nicht mehr nachzugehen, gibt es derzeit in keiner Weise bzw. nur dann, wenn dies im Einzelfall behördlich empfohlen wird; dabei ist es aber durchaus sinnvoll, da wo es möglich ist, vorübergehend alternative Arbeitsweisen wie z.B. HomeOffice wahrzunehmen.

Unbenommen haben uns aber zwei Aspekte trotzdem veranlasst etwas zu tun:

Zum einen gibt es eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe:

Diese ist es zu verhindern, dass die Zahl der Schwersterkrankten, intensiv- und beatmungspflichtigen Patienten in kurzer Zeit in einem Maße steigt, dass die Versorgung aller Schwersterkrankten in einem optimalen Maß nicht mehr sicher garantiert werden kann. Der Verlauf der Neuinfektionen muss also soweit gebremst werden, dass alle die für sie notwendige Versorgung jederzeit und ausreichend erhalten können.

Wir alle haben hier eine gemeinsame gesamtgesellschaftliche Verantwortung, auch für unsere Eltern, Großeltern oder gesundheitlich vorbelastete Mitmenschen!

Dieser Verantwortung können wir nur dadurch gerecht werden, dass zum einen eine hohe Disziplin bzgl. Hygiene, im Besonderen also Händewaschen sowie Nies- und Hustenetikette, eingehalten wird.

Zum anderen sollten aber auch alle vermeidbaren Kontaktmöglichkeiten schon aus eigenem Antrieb eingeschränkt werden – dies beginnt beim Verzicht auf ein Händeschütteln zur Begrüßung und geht bis hin zu Kneipen-, Diskotheken- oder Konzertbesuchen.

In unseren Gruppenstunden, in denen Begegnung, Spiel, Sport und Spaß im Vordergrund stehen, ist die Einhaltung der Hygienegrundsätze kaum kontrollierbar.

Unsere Gruppenstunden sind zwar für die uns anvertrauten Kinder und Jugendlichen ein wertvoller, manchmal auch wesentlicher Bestandteil ihrer Entwicklung und für uns als Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Jugendhilfe ein wichtiger Bestandteil unseres Lebens; letztlich sind sie aber gerade in dieser Situation ein Bestandteil des Lebens, der auch zeitweise in den Hintergrund treten darf.

Da viele unserer Teilnehmerinnen und Teilnehmer Eltern, Geschwister und Großeltern haben, die aus Altersgründen oder wegen anderer individueller Faktoren ein besonderes Risiko tragen können, ist es uns wichtig, unserer Verantwortung als Teil der Gesellschaft gerecht zu werden. Das bedeutet, dass wir als Verein sehr genau und vor allem rechtzeitig darüber nachdenken müssen, ob und wie wir unseren Beitrag zu einer Unterbrechung oder zumindest Verzögerung einer Infektionskette und damit zur bestmöglichen Versorgung Erkrankter leisten können.

Wir beobachten die Situation sehr genau und haben uns mit Blick auf unsere Verantwortung entschlossen, unsere Gruppenstunden zunächst bis einschließlich 11.04.2020 auszusetzen.

Ihr/Sie könnt/-en aber sicher sein, dass wir uns diesen Schritt und den Zeitpunkt, zu dem wir ihn gehen, mit kühlem Kopf nach Abwägung aller Umstände überlegt und uns die Entscheidung nicht leicht gemacht haben.

Uns scheint der Moment, in dem wir noch nicht mit (bekannten) Infektionen zu tun haben, der richtige Zeitpunkt für eine solche präventive Maßnahme an dieser Stelle.

Die Maßnahme ist mithin eine reine Vorsichtsmaßnahme in der Frühphase.

Sie schadet dem öffentlichen Leben nicht, aber mag vielleicht einen Beitrag dazu leisten, „vor die Lage zu kommen“.

Sie steht für unser Verantwortungsbewusstsein gegenüber allen Mitbürgern, die in der jetzigen Situation im Falle einer Infektion potentiell einem höheren Risiko ausgesetzt sind.

Wir werden die Situation beobachten und Anfang April über das weitere Vorgehen beraten; Sie erhalten von uns dann rechtzeitig eine Information.

Wir freuen uns darauf, wenn alles wieder normal laufen kann und würden uns glücklich schätzen, wenn Ihr wieder zahlreich zu unseren Gruppenstunden kommt!

Euer/Ihr CVJM Waldfischbach-Burgalben e.V.

Die Vorsitzenden

Hans-Peter Eser Christian Malschofsky Nicolaus Stöß